Auftaktveranstaltung zu einer Reihe von spannenden Vinissima Verkostungen
Clos Mogador
(vino de pago, D.O.Ca. Priorato)
Vertikale von 14 Jahrgängen
DEUTSCHLAND-PREMIERE
mit Christina Fischer & Siddika Michiels
13. September, Köln 12.00
Versteckt hinter den steilen Hügeln Kataloniens, wird in einem kleinen Gebiet seit den Zeiten des Römischen Reiches Wein angebaut. Im Priorat sind die Bedingungen für Weinbau ideal, denn solch karge Schieferböden sind nur in dieser Region zu finden. Ende der siebziger Jahre entdeckte René diesen längst aufgegebenen Landstrich und verliebte sich in die alten Garnacha und Cariñena Anpflanzungen. René Barbier ist einer der Priorat-Pioniere, die dieses unwirkliche, heiße Stück Ödland wiederbelebt und zu einem der renommiertesten Anbaugebiete weltweit gemacht haben. Während niemand wirklich an den Erfolg dieses Unterfangens glaubte, begann er die verlassenen Schieferhänge zu rekultivieren. Sehr hohe Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen bilden die optimale Voraussetzung für Qualität. Die Tageshitze lässt die Trauben gut ausreifen und die nächtliche Abkühlung sorgt für intensives Aroma mit eleganter Säure. Diese Weinberge sind Renés Herzblut, sein Kleinod, sein Lebenswerk. Unweit des malerisch gelegenen Dörfchens Gratallops gründete er Clos Mogador. Bis heute lebt er diesen Lebensinhalt gemeinsam mit seiner Frau Isabel und seinen drei Söhnen René jr., Christian und Andersson. In großer Zurückhaltung gehen sie eine Art Koalition mit dieser unwirklichen Landschaft und den knorzigen Reben ein. Sie geben den Pflanzen die Freiheit und damit die Möglichkeit, ihr Terroir langlebig lebendig wiederzuspiegeln.
Im Jahr 2001 wurde der Pionierleistung von René Barbier und seinen Mitstreitern Rechnung getragen und das Priorat zur höchsten spanischen Qualitätsstufe DOCa erhoben – eine Qualifikation, die bislang nur der Rioja vorbehalten war. Obwohl seine Weine stets im Rampenlicht der Welt-Weinszene stehen, ist René durch und durch ein Winzer, der seine Reben und das Land liebt. Seine Parzellen explodieren im Frühjahr im wahrsten Sinne des Wortes vor Farbe. Denn anders als bei seinen Kollegen sind sie bunt oder in Renés Worten „schmutzig“. Sie werden kaum überarbeitet, sondern dürfen sich an ihre Umgebung anpassen. In den Rebzeilen wachsen erfrischend viele Kräuter und Gräser, sowie Mandel- und Olivenbäume. So erhält René das naturgegebene Gleichgewicht in seinen Weinbergen. Das war im Priorat nicht immer der Fall, denn vor drei Jahrzehnten stand klar eine Monokultur im Vordergrund. Doch René schwamm schon immer gegen den Strom – mit Erfolg!



